Wie viel Umsatz brauche ich, um 2.000 € im Monat mit nach Hause zu nehmen?
Die ehrliche Antwort lautet: es hängt davon ab, was dich das Arbeiten kostet, und die Zahl ist von Beruf zu Beruf völlig verschieden. Aber die Rechnung lässt sich machen, in vier Schritten. Hier ist die Methode — die Zahlen trägst du ein.
Fast alle fangen beim Umsatz an und hoffen, dass am Ende etwas übrig bleibt. Man fängt stattdessen bei dem an, was du brauchst, und rechnet hoch.
- Das Netto, das du brauchst. 2.000 € im Monat in der Tasche.
- Plus Steuern und Beiträge. Was du netto brauchst, ist nicht das, was du brutto verdienen musst: ein Teil geht weg, bevor du ihn je siehst.
- Plus die Fixkosten. Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Abos: das, was du auch in den Monaten zahlst, in denen du nichts verkaufst.
- Geteilt durch die Marge. Wenn dir von 100 € Umsatz nach Bezahlung der Ware 30 bleiben, braucht jeder Euro, den du brauchst, mehr als drei Euro Umsatz.
Zwei Betriebe, die dasselbe netto nach Hause bringen, können weit auseinanderliegende Umsätze haben. Wer Beratung verkauft, behält fast alles, was er einnimmt; wer Ware weiterverkauft, behält ein Stück davon.
Deshalb sind vom Hörensagen aufgeschnappte Zahlen nichts wert: der Umsatz deines Nachbarn sagt nichts über deinen aus. Es zählt deine Marge, und die kennst nur du — oder sie lässt sich in zwei Minuten aus deinen Einkäufen und Verkäufen errechnen.
Trag ein, was du zahlst, um offen zu halten, und was du einkaufst und verkaufst: heraus kommt der Umsatz, den du brauchst, der Punkt, unter dem du draufzahlst, und was nach Steuern und Beiträgen wirklich übrig bleibt.
Rechne es mit deinen ZahlenEs gibt keine Zahl, die für alle gilt: es hängt davon ab, was dich das Arbeiten kostet. Man beginnt beim Netto, das du brauchst, addiert Steuern und Beiträge, dann die Fixkosten, und teilt schließlich durch die Marge, die auf jedem verkauften Euro bleibt. Wer eine Marge von 30 % hat, muss mehr als dreimal so viel umsetzen wie jemand mit 100 %.
Zwischen dem Umsatz und dem, was dir bleibt, liegen drei Schichten: was du zahlst, um das Verkaufte einzukaufen oder herzustellen; die Kosten, die du ohnehin zahlst, auch wenn du nichts verkaufst (Miete, Fahrzeuge, Versicherungen); und schließlich Steuern und Beiträge. Wer nur auf den Umsatz schaut, weiß nicht, in welcher der drei er verliert.
Bei zwei Zahlen, die du schon kennst: was du jeden Monat ausgibst, um offen zu halten, auch bei geschlossenem Rollladen, und was dir im Schnitt von hundert Euro Umsatz bleibt. Aus diesen beiden ergibt sich alles Übrige.